Parkresidenz
Helmine Held

Rotkreuzschwester Resi Roth feiert ihren 100. Geburtstag

Grünwald I 28.06.2015

 Mit weißen, ordentlich frisierten Haaren, blitzenden Augen und gekleidet in eine tadellos sitzende Tracht mit Rotkreuzbrosche nahm Rotkreuzschwester Resi Roth jetzt die Gratulationen zu ihrem 100. Geburtstag entgegen. Bürgermeister Jan Neusiedl überbrachte die Glückwünsche des bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer sowie die silberne Ehrenmedaille des Freistaats. Stellvertretend für Generaloberin Edith Dürr gratulierte Cornelia Lorenz der Jubilarin, die auf eine über 70-jährige Mitgliedschaft in der Schwesternschaft München vom BRK e.V zurückblicken kann. Am Samstag, den 28. Juni, feierte Schwester Resi in der Parkresidenz Helmine Held im Kreise ihrer Familie und einiger Bewohner ihren 100. Geburtstag.

Nach einer Lehre als Damenschneiderin in Dachau entschloss sich die in Ampermoching geborene Resi Roth im Alter von 28 Jahren den Beruf zu wechseln und begann die Ausbildung zur Krankenschwester in München. „Der Mann, den ich heiraten wollte, ist verstorben. Da wusste ich, ich brauche einen Lebensberuf, der mich ausfüllt. Und nähen wollte ich nicht mein Leben lang", erinnert sich Schwester Resi. Als frisch examinierte Rotkreuzschwester erlebte sie das letzte Jahr des Zweiten Weltkriegs in Standort-, Luftwaffen- und Reservelazaretten der Wehrmacht in München und Oberföhring. Nach Kriegsende war sie zunächst in den Städtischen Krankenhäusern Kempfenhausen und Kaufbeuren eingesetzt, wo sie bald zur 1. Laborschwester aufstieg. 1954 wechselte sie in das damalige Rotkreuz-Krankenhaus, in dem sie bis zu ihrem Renteneintritt 1977 in Labor und EKG tätig war. Immer loyal zu ihrer Schwesternschaft verbrachte die engagierte Rotkreuzschwester nicht nur ihre Arbeitszeit mit Kolleginnen. Mit Laborkollegin und Freundin Schwester Lindgardis Schmitt unternahm sie zahlreiche Wanderungen und Ausflüge, darunter auch Fernreisen in die ganze Welt. Auf die Frage, wie man 100 Jahre alt wird, antwortet sie bescheiden: „Man schaut einfach, dass man mit den Leuten gut auskommt, dann wird es schon..."

In der Parkresidenz Helmine Held in Grünwald verbringt die Jubilarin seit 2001 ihren Lebensabend und genießt die Zeit im Kreis alter Kolleginnen und anderer Bewohner. Auch wenn die Senioreneinrichtung der Schwesternschaft München inzwischen längst nicht mehr nur den Rotkreuzschwestern vorbehalten ist, so ist Heimleiterin Heidi Sogawe doch stolz darauf, dass hier noch ehemalige Schwestern leben und mit ihnen die Historie der Schwesternschaft lebendig bleibt.

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